



Hallo, ich bin Fabian,
12 Jahre alt und wohne mit meiner Familie in Monschau. Ich habe eine große und eine kleine Schwester. Nach den Sommerferien 2017 bin ich in die 6 b einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung in Aachen gekommen.
Ich hatte meinen Schlaganfall schon während der Schwangerschaft!
Ich habe davon eine Halbseitenlähmung (Hemiparese) links, die macht so manches ganz schön anstrengend. Ich kann leider nicht alles, was ich gerne möchte. Ich habe Konzentrationsschwierigkeiten und bin auch leicht frustriert. Meine Stimmungen sind auch schwankend, aber daran arbeiten wir!
Meine Geburt
Ich kam nach einer unproblematischen Schwangerschaft in der 37. SSW per Kaiserschnitt zur Welt. Mir ging es gut und meinen Ärzten fiel auch nichts Ungewöhnliches auf. Noch im Krankenhaus wurde meine linke Hand immer wieder blau, aber alle hielten das für Anpassungsschwierigkeiten durch den Kaiserschnitt.
Zu Hause wuchs ich und Mama und Papa stellten fest, dass ich nur mit rechts meine Lieblingsrassel bespielte. Ich konnte die mit meinem Daumen andrehen, ohne die linke Hand zu gebrauchen. Daraufhin bekam ich Krankengymnastik, da die Ärzte eine Schulterschädigung beim Kaiserschnitt vermuteten. Ich fing an zu robben, und das auch erst mit 12 Monaten. Aber auch da brauchte ich weder den linken Arm noch das linke Bein. Nach einigen erfolglosen Arztbesuchen (bei denen meine Eltern auch nicht immer so recht ernst genommen wurden) wurde mit 15 Monaten ein MRT gemacht.

Mit 2 Jahren fuhr ich mit meinen Eltern ...
... und meinem Bruder auf eine Kur an den schönen Chiemsee. Dort stellte man das erste Mal fest, dass ich nicht richtig schlucken kann, und meine linke Seite nicht so funktioniert wie die rechte. Der Arzt nahm das erste Mal das Wort Schlaganfall in den Mund. Für meine Eltern natürlich erst einmal ein Schock.
Meine Eltern erzählten es zuhause unserem Kinderarzt. Dieser meint aber, dass Kinder mit Schlaganfall nichts mehr können und wir uns keine Gedanken machen sollen. Im SPZ hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt Logopädie und Ergotherapie.
Durch den Kontakt mit SCHAKI e.V. sind wir über die liebe Anja zu Herrn Dr. Sträter gekommen. Dieser machte im Dezember 2018 ein MRT von meinem Kopf. Ich wurde dazu leicht sediert. Wann genau der Schlaganfall in meinem Kopf war, kann mir leider niemand mehr genau erklären.
Höchstwahrscheinlich hat es aber mit dem kleinen Löchlein, welches in meinem Herzen ist, zu tun. Wir müssen mit den Folgen lernen umzugehen und mich soweit es geht unterstützen.

Und dieser Tag veränderte einiges!!!
Danach bekam ich weiterhin Krankengymnastik und dazu Ergotherapie, aber häufiger als vorher, und mache gute Fortschritte.
Ich ging als integratives Kind in unseren Kindergarten im Ort und wurde mit 7 Jahren in der Regelschule eingeschult. Das war ganz schön anstrengend. Sport, Schwimmen und auch Musik waren frustrierend. Nachmittags standen dann meine Therapien auf dem Plan. Mir war das alles zu viel und Mama und Papa entschieden sich für die Schule, auf die ich jetzt gehe. Das war eine gute Idee. Seitdem gehe ich wieder richtig gern zur Schule und mache auch da meine Therapien.
Seit einiger Zeit habe ich jetzt Orthesen, eine für die linke Hand und eine für das linke Bein, die auch meine Beinlängendifferenz ausgleicht. Nachts habe ich eine Schiene. Weiterhin habe ich Ergotherapie, Logotherapie und Krankengymnastik.
Ich kann Fahrrad fahren...
...und habe im Mai 2014 sogar mein Seepferdchen in der Schule gemacht!
Meine Hobbys sind Kicker, Fußball mit meinen Klassenkameraden spielen und Fahrrad fahren. Bei schlechtem Wetter spiele ich leidenschaftlich gern Lego Technic.
Ich liebe Musik und bin Fan von Brings.
Nach einiger Suche haben wir jetzt auch ein Instrument gefunden. Ich kriege seit einiger Zeit Lyra-Unterricht in unserem Trommler- und Pfeifferchor. Und darf ab nächstem Jahr dann auch in Festzügen mitspielen.
Trotz allem habe ich das Lachen nicht verlernt und genieße (fast) jeden Tag!!
Euer Fabian
(Stand 2017)

Mit 2 Jahren fuhr ich mit meinen Eltern ...
... und meinem Bruder auf eine Kur an den schönen Chiemsee. Dort stellte man das erste Mal fest, dass ich nicht richtig schlucken kann, und meine linke Seite nicht so funktioniert wie die rechte. Der Arzt nahm das erste Mal das Wort Schlaganfall in den Mund. Für meine Eltern natürlich erst einmal ein Schock.
Meine Eltern erzählten es zuhause unserem Kinderarzt. Dieser meint aber, dass Kinder mit Schlaganfall nichts mehr können und wir uns keine Gedanken machen sollen. Im SPZ hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt Logopädie und Ergotherapie.
Durch den Kontakt mit SCHAKI e.V. sind wir über die liebe Anja zu Herrn Dr. Sträter gekommen. Dieser machte im Dezember 2018 ein MRT von meinem Kopf. Ich wurde dazu leicht sediert. Wann genau der Schlaganfall in meinem Kopf war, kann mir leider niemand mehr genau erklären.
Höchstwahrscheinlich hat es aber mit dem kleinen Löchlein, welches in meinem Herzen ist, zu tun. Wir müssen mit den Folgen lernen umzugehen und mich soweit es geht unterstützen.

Hätten meine Eltern nicht so liebe Menschen wie meine Omas und Opas, die sich immer für mich einsetzen und immer für mich da sind, dann wären meine Eltern bestimmt nervlich schon am Ende. Und was ebenfalls ganz wichtig für meine Eltern ist, sind ihre Freunde. Eine Familie steht immer an unserer Seite und unterstützt und ermutigt uns, nicht aufzugeben. (Vielen Dank dafür!) In so einer Situation ist es immer wichtig, jemanden an seiner Seite zu haben.
Wie geht es bei mir weiter: Im August komme ich mit 3 Jahren in einen Regelkindergarten. Zu meiner Unterstützung bekomme ich 5-mal die Woche Frühförderung. Das Positive daran ist, dass ich eine ganz liebe Frühförderkraft habe, welche mich im Kindergarten unterstützen wird. Für den integrativen Kindergartenplatz haben wir eine Ablehnung durch die Region Hannover erhalten.
Über den Verein SCHAKI haben wir mittlerweile viele liebe Eltern kennengelernt, denen es genauso geht wie uns. Der Austausch ist so wichtig für uns Eltern.
(Stand 06/2019)

Der neue Vorstand, der SCHAKI die nächsten Jahre gestalten und lenken wird besteht aus Julia Opländer, Stefan Günther, Claudia Paulus und Silke Günther. Alle vier sind bereits lange Jahre Vereinsmitglieder und auch Regionalgruppenleitungen. Sie werden unseren Verein die nächsten Jahre in die Zukunft führen.
Der am 31. Mai 2025 gewählte SCHAKI-Vorstand im Überblick:
1. Vorsitzende: Julia Opländer
(2. von rechts / Leiterin der SCHAKI Regionalgruppe Köln/Bonn)
2. Vorsitzender: Stefan Günther
(1. von rechts / Leiter der SCHAKI Regionalgruppe Niederrhein)
Kassenwartin: Claudia Paulus
(2. von links / Leiterin der SCHAKI-Regionalgruppe Rhein-Main)
Schriftführerin: Silke Günther
(1. von links / Leiter der SCHAKI Regionalgruppe Niederrhein)



Was verbirgt sich hinter dem SCHAKI-Logo?
Wir haben bei der Erstellung des ersten SCHAKI-Logos bewusst auch die Schlaganfall-Kinder selbst eingebunden, um ein möglichst authentisches Logo für unsere Selbsthilfegruppe zu entwerfen.
Herausgekommen ist ein frisches, buntes und trotzdem auch ein zum Nachdenken anregendes Logo.
Erfrischend ist das Logo, weil es zeigt, wie aus vielen Händen eine lebendige Einheit geformt wurde.
Die bunten Farben sollen die Lebensfreude ausstrahlen, die die Kinder trotz ihrer Handicaps haben.
Nachdenklich stimmt das Logo, wenn man sich die Hände des Logos genauer anschaut. Dann sieht man, dass viele Kinder aufgrund ihrer Hemiparese oft nur eine Hand richtig einsetzen können, während der Einsatz der anderen Hand kaum bis gar nicht möglich ist.
An dem Logo haben mitgewirkt:
Ben, David, Isabel, Leonard, Lisa, Luis und Yannik.
